Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist ein eher unscheinbarer Nachtfalter. Durch die warmen und trockenen Sommer der vergangenen Jahre hat er sich in Deutschland stark verbreitet. Gefährlich für den Menschen sind vor allem seine feinen Brennhaare.

Ab etwa Mai oder Juni, ab dem dritten Larvenstadium, entwickeln die Raupen diese Brennhaare. Mit jeder weiteren Entwicklungsstufe werden sie zahlreicher und länger. Sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das gesundheitsschädlich ist. Die winzigen Haare können leicht in Haut und Schleimhäute eindringen und sich dort festsetzen. Mögliche Folgen sind Hautreizungen, juckende Ausschläge, Augenprobleme, Atembeschwerden oder allergische Reaktionen. Betroffen sein können sowohl Spaziergänger als auch Menschen, die im Garten oder Wald arbeiten.

Vorsicht ist daher besonders wichtig:

  • Befallene Gebiete möglichst meiden (erkennbar an kahl gefressenen Eichen und Gespinsten)
  • Haut möglichst bedecken, vor allem empfindliche Stellen
  • Raupen und Nester keinesfalls berühren

Kommt es dennoch zu Kontakt, sollte man schnell duschen, Haare waschen und die Kleidung wechseln sowie reinigen. Treten Beschwerden wie Hautausschlag oder Atemprobleme auf, ist ein Arztbesuch ratsam.

Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ist aus gesundheitlichen und wirtschaftlichen Gründen oft notwendig. Diese sollte jedoch ausschließlich von Fachkräften durchgeführt werden. Auf öffentlichen Flächen sind Städte und Gemeinden zuständig, auf Privatgrundstücken die jeweiligen Eigentümer.